Was dunkel ist, wird abgetan, ein neuer Morgen bricht nun an, weil Gott ein Kind geworden ist, gelobet seist du, Herre Christ.
Du leuchtest mit der Liebe Licht auch in mein müdes Angesicht, ein Hauch der Freude überzieht das Herz, vom Frostwind ausgekühlt.
Schmelz ab mit deines Mundes Hauch das Eis der Bitterkeit und auch den Rauhreif, der uns überzog und um den Frieden uns betrog.
Mit deiner Armut Windelstroh beschäm uns Reiche, mach uns froh, schneid unsere Wünsche kräftig zu und gib dem armen Herzen Ruh.
Lass singen uns von dieser Nacht, die uns vom Himmel Heil gebracht und schick den Engel hell und klar zu uns und unserer Kinderschar.
Mög er uns künden, dass die Welt, die uns so sehr gefangen hält, erst schön und wunderheilig wird, wenn sie dein Atem sanft berührt.
Weltenheiland, Christuskind, wasch ab den harten Sündengrind und lass uns vor der Krippe dein noch einmal, bitte, Kinder sein.
Karl Scheurecker45 Jahre hat Karl Scheurecker zum Jahreswechsel auf die erste Seite des penibel geführten Wirtschaftsbuches seiner Frau zum Jahreswechsel ein Gedicht geschrieben. „In den Gedichten spiegeln sich die familiären und zeitgeschichtlichen Ereignisse ebenso wie eine gläubige Dankbarkeit, die mich immer wieder berührt“, schreibt uns seine Tochter, Margret Scheurecker von den Kreuzschwestern in Linz.