Vor kurzem haben wir das Buch „Wüstenblume“ von Waris Darie vorgestellt (KIZ Nr. 50/2000). Sie ist eine jener Frauen, die das Schweigen um das heikle Thema „Genitale Verstümmelung“ gebrochen hat. Das Ritual der Beschneidung wird in Afrika bei etwa 2 Millionen Mädchen durchgeführt, oftmals ohne Betäubung und unter unhygienischen Umständen. Körperliche und seelische Qualen ein Leben lang sind die Folge.
Der kenianische Erzbischof John Njenga hat nun die Bestrafung von Eltern gefordert, die ihre Töchter genital verstümmeln lassen. „Der Körper eines Menschen, insbesondere der einer Frau, muss respektiert werden. “, erklärte Erzbischof Njenga. Er rief Jugendliche auf, Fälle von genitaler Verstümmelung zu melden und sicherte ihnen dabei die volle Unterstützung der katholischen Kirche zu. Die Beschneidung gilt noch immer als „Gütesiegel“ und ist ein entscheidendes Qualitätsmerkmal für junge Frauen am „Heiratsmarkt“. Viele bezahlen dafür mit dem Leben.
Arbeitszeit
Ist Teilzeit-Beschäftigung für Frauen und Mütter ein möglicher Weg, um Beruf und Haushalt unter einen Hut zu bringen? Und: Wie lassen sich Betreuungspflichten am besten mit Berufswünschen verbinden? Fragen wie diese werden beim Symposium „Frauenfreundliche Arbeitszeitmodelle“ behandelt. Auf dem Programm stehen Referate und Workshops sowie eine Podiumsdiskussion zu einem Thema, das durch die mögliche Einführung des Kindergeldes für Frauen von besonderer Aktualität ist.
Freitag, 19. Jänner, 10 bis 21 Uhr im Alten Rathaus. Eine Veranstaltung von den Grünen Frauen OÖ.