Max Augeneder aus Bad Schallerbach ist seit über 50 Jahren Ministrant
Ausgabe: 2001/04, Bad Schallerbach, Augeneder
23.01.2001
- Martin Kranzl-Greinecker
Dienstbereitschaft und Zuverlässigkeit sind Eigenschaften, die Max Augeneder seit Jahrzehnten nicht nur als Schulwart, sondern auch als Ministrant auszeichnen.
Er wuchs in einer entlegenen Ortschaft auf. Georg, ein älterer Nachbarsbub, hatte ihn 1949 zum Ministrieren gebracht und es ihn gelehrt. Im Morgengrauen ging der kleine Max los. Georg kam dann mit dem Fahrrad daher und nahm den Kleinen auf der Stange mit zur Kirche nach Schönau. In Bad Schallerbach stand damals weder Pfarrhof noch Kirche, nur in der Kapelle des Kurheims St. Raphael wurden Messen gefeiert.
Kirchengeschichte live
„Die Liturgie und auch der Ministrantendienst von damals lässt sich kaum mit heutigen Feiern vergleichen“, resümiert Max Augeneder, wenn er auf seine Ministrantenlaufbahn zurückblickt. Viele Veränderungen hat er hautnah miterlebt. Den Bau der neuen Pfarrkirche (und den Abschied aus der früheren) ebenso wie die Liturgiereform des 2. Vatikanums, die er mit Begeisterung aufnahm. Nicht allen seien die Veränderungen recht gewesen, erinnert er sich. Ihn aber verband sein Dienst immer enger mit der Pfarre, in der er seit langem auch Lektor, Kommunionspender und Pfarrgemeinderatsmitglied ist. Schmunzelnd, aber ohne Wehmut betrachtet Max Augeneder seine vielen Ministrantenjahre. Ein kirchengeschichtlicher Film läuft ab. Tausende Male tat er den Dienst am Altar, auf Berggipfeln, in Feuerwehruniform, in Rom, in Lourdes, vor allem aber in Bad Schallerbach. In seiner Pfarrkirche ist er Woche für Woche aktiv.
„Dieser Dienst gibt mir Halt“
Einige lateinische Gebete von einst kann er noch auswendig. Was sie bedeuten, wusste er als Kind nicht, erst später erfuhr er den Sinn. Der Stufengebet-Satz „Zum Altare Gottes will ich treten, der mich erfreut von Jugend an“, steht wie ein Motto über Max Augeneders Leben. „Mein Dienst in der Liturgie gab mir immer Kraft und Halt“, sagt er, „besonders in schweren Zeiten meines Lebens.“