Der Temelin-Widerstand wird auf harte Proben gestellt. Zum einen stimmt man in der Strategie – erneute Blockade ja oder nein – nicht allgemein überein. Zum anderen war bei der letzten Demonstration am 19. Jänner am Grenzübergang Wullowitz die beißende Kälte eine besondere Erschwernis.Die weitere Vorgangsweise wird am Donnerstag, 25. Jänner, 19 Uhr, bei einem Treffen der Aktivistinnen und Aktivisten in Lest abgesprochen werden. Das Gespräch der Umweltminister zwei Tage davor sollte Klarheit darüber bringen, was von der Umweltverträglichkeitsprüfung zu erwarten ist. Die seriöse Gesamt-Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist derzeit auch das Um und Auf des Tauziehens. Es gibt vehemente Kritik von Seiten der Anti-AKW-Aktiven am Ablauf der UVP, wie sie Prag geplant hat. Etwa am Zeitplan - in nur vier Monaten soll ein „Hochrisiko-AKW“ im Husch-Pfusch-Verfahren überprüft werden; und das bei laufendem Probebetrieb. Bundeskanzler Schüssel müsse initiativ werden.