Auf sehr heftige Proteste ist der „Domspatz“ der Vorwoche gefallen. Die Formulierung wurde von vielen als Beleidigung der Bauern aufgefasst, die durch die gegenwärtige BSE-Krise ohnehin schon mehr als genug zu tragen hatten.Der Domspatz war keineswegs gegen Landwirte gemeint, sondern ausschließlich auf jene gemünzt, die entgegen die gesetzlichen Bestimmungen Tiermehl an Wiederkäuer verfüttert haben. Dass das missverständlich war, tut uns leid und wir entschuldigen uns. Menschen zum Schmunzeln zu bringen, wäre Hauptaufgabe des Domspatzes. Hier ist aber vielen das Lachen vergangen – wenn das Vieh im Stall plötzlich um ein Fünftel weniger Wert ist, ist das nur verständlich. Der Kirchenzeitung ist es – wie wir hoffentlich immer wieder zeigen, wichtig, auf die Anliegen der Bauern aufmerksam zu machen. Während die Erhaltung von Straßen und Infrastruktur in anderen Berufen selbstverständlich bezahlt wird, leisten Bauern und Bäuerinnen in mühsamer Arbeit und über die eigenen Interessen hinaus Landschaftspflege, ohne dafür einen Groschen zu bekommen.