Dass für die rund 260.000 in Österreich lebenden fremdsprachigen Katholiken praktisch keine eigenen Kirchen zur Verfügung stehen, bezeichnete Dr. Laszlo Vencser als großes Problem. Vencser ist Nationaldirektor der Fremdsprachigen-Seelsorge. Fremdsprachige Gemeinden müssten sich für ihre Gottesdienste mit den heimischen Pfarrgemeinden abstimmen. Spannungen blieben hier nicht aus. Vencser wünscht sich eine bessere Zusammenarbeit zwischen Fremdsprachigen und Ortsgemeinden und mehr Flexibilität, „weil es in der Kirche keine Fremden geben sollte und auch die Fremdsprachigen Kirchenbeitrag zahlen“.
Eine Minderheit könne am besten dann verstanden werden, wenn jemand irgendwann in diesem Status gelebt hat. Vencser: „Fremde kann man verstehen, wenn man versucht, sich in ihre Situation hineinzuversetzen.“