Probleme mit Fremdsprachigen in Schulen haben eher die Eltern
Ausgabe: 2001/05, Schule, Kath. Journalisten, Riedl, Fremdsprachige
30.01.2001
- Matthäus Fellinger
Jedes zehnte Kind in Oberösterreich hat nicht Deutsch als Muttersprache. Die Schule bewältigt das relativ gut.
Die meisten der 10.000 fremdsprachigen oberösterreichischen Pflichtschüler/innen sind in den Volksschulen zu finden. Die Hälfte davon sind Kinder islamischer Familien. Unter den Problemen und Konfliktfeldern in der Schule stehen Konflikte beim Zusammenleben nicht im Vordergrund, betont Landesschulratspräsident Dr. Johannes Riedl bei einer Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Journalisten am Montag dieser Woche.
Wo es in den Zentralräumen jedoch Schulen mit sehr hohem Fremdsprachigen-Anteil gibt, in Linz und Wels sind es 10,4 Prozent, sind Begleitmaßnahmen notwendig – und die wurden in den letzten Jahren auch gesetzt. Zusätzliche Lehrkräfte werden eingesetzt, sodass die Qualität des Unterrichtes nicht unter die Räder kommt. Spracheingangsklassen mit zusätzlichem Deutschunterricht ermöglichen es Kindern, den Anschluss zu finden.
Auch außerschulisch kann nicht genug getan werden, um Spannungen zu bewältigen. Positiv hervorgehoben wurde etwa ein Begegnungsfest im Pfarrheim Traun, nachdem es dort zu einem Konflikt um einen geplanten Moschee-Bau gekommen war. „Die Schule ist flexibel genug, um darauf reagieren zu können“, meint der für Fremdsprachigenfragen zuständige Dr. Selcuk Hergüvelc vom Landesschulrat.