Dekanat Molln: Die Arbeitsgemeinschaft Rumänien entsandte den Biolandwirt und Sozialarbeiter Rupert Mairinger als Landwirtschaftsexperten in das Dorf Tirol.
Den 700 Bewohnern von Tirol im Banat mangelt es nicht an Ideen, wie sie die Landwirtschaft ihres Dorfes modernisieren können. Neben den Finanzen fehlt aber vor allem das fachliche Wissen zur Umsetzung. Seit Anfang Dezember 2000 steht der rumänischen Agrargenossenschaft „Innsbruck“ daher Rupert Mairinger aus Atzbach bei Schwanenstadt als Berater und Organisator zur Seite. Sein erster Bericht an den Steinbacher Diakon Carlo Neuhuber von der Arbeitsgemeinschaft Rumänien gibt Einblick in die Situation vor Ort: Da der Bäcker von Tirol das Mehl aus dem 150 Kilometer entfernten Arad holt, ist die Instandsetzung der alten Mühle des Dorfes dringend. Seit einigen Jahren steht das Werk still und bedarf einer Generalerneuerung.
Rund 200 Hektar Weizen wurden im Herbst angebaut und sollen wenn möglich schon in der neuen Mühle gemahlen werden. Gemeinsam mit dem Leiter der Agrargenossenschaft „Innsbruck“ zog er Informationen über die Beschaffung von Kalk zur Düngung ein. Ebenso wichtig wie das Mühlenprojekt ist der Aufbau einer Direktvermarktung und die Organisation von Kursen für die Landwirte. Mairinger: „Ich freue mich schon auf die nächsten Wochen und vielen neuen Eindrücke. Meine Einschätzung des Startes ist, dass es gleich in medias res gegangen ist.“
Das Gehalt des Dorf-Entwicklungshelfers Rupert Mairinger wird ausschließlich über Spenden finanziert. Der Arbeitsgemeinschaft Rumänien gehören Förderer aus allen sieben Pfarren des Dekanates Molln an. Informationen bei: Carlo Neuhuber, Tel. 07257/71 19.