„Ich möchte den Pfarren die Angst vor dem Bauen nehmen.“ So beschreibt der neue Diözesan-Baureferent Architekt DI Wolfgang Schaffer einen Schwerpunkt seiner Aufgaben.
Mit Jahresbeginn hat Architekt Schaffer eine herausfordernde Tätigkeit übernommen: Von der Kapelle über Pfarrheime und Kindergärten bis zu Schulen ist er als Baureferent der Diözese Linz für 2.000 kirchliche Gebäude verantwortlich. Sein Job macht ihn auch zum Ansprechpartner für alle Bauwünsche von Pfarren. Über den Sieg eines städtebaulichen Wettbewerbs beim Pfarrzentrum Linz-Christkönig stieß er zum „kirchlichen Bauen“. Schaffer erhielt den Auftrag zum Umbau des Pfarrheims. Das 50 Millionen Schilling-Projekt wird in Kürze abgeschlossen.
Abläufe transparent machen
Durch die Zusammenarbeit mit dem Pfarrgemeinderat von Christkönig habe er viel gelernt, so Schaffer. Wichtig sei, den pfarrlichen Mitarbeitern die Angst vor dem Bauen zu nehmen und die notwendigen Abläufe transparent zu machen: „Ich möchte den Pfarren helfen, in Bauetappen zu denken.“ Dass Konflikte unvermeidlich sein werden, ist dem Architekten bewusst. Er hofft aber, dass die Auseinandersetzungen nicht in Emotionen stecken bleiben, sondern stets gelöst werden können. Im Gespräch zwischen den Pfarren, dem Bundesdenkmalamt und den diözesanen Kunst- und Liturgieverantwortlichen versteht sich der diözesane Baureferent als „Moderator am runden Tisch“. Die große Bedeutung, die der Idee der Gemeinschaft innerhalb der Kirche zukommt, soll auch seinen baulichen Ausdruck finden, skizziert Schaffer eine inhaltliche Leitlinie seiner Arbeit. Schaffer folgt als Baureferent Architekt Franz Treml nach. In dessen Amstzeit seit 1989 fallen unter anderem der Bau der Pfarrzentren Treffling und Linz-Kleinmünchen. Wie in den vergangenen Jahren werden auch künftig jährlich an die 150 Millionen Schilling – rund 20 Prozent des Diözesanbudgets – in Baumaßnahmen fließen.
Baupläne der Diözese
Zwei Drittel der Gelder gehen in die Pfarren, die selbst zusätzlich die gleiche Summe aufzubringen haben. Derzeit wird einzig in Steyr-Resthof eine neue Kirche errichtet, weitere Neubauten sind nicht in Planung. Pfarrheim-Neubauten wurden für 2001 in Linz-Don Bosco, in Krenglbach, St. Johann am Wimberg, Obernberg und Aschach an der Donau genehmigt. Die Warteliste für 2002 und 2003 ist bereits lang, erklärt Mag. Siegfried Primetshofer, Finanzdirektor der Diözese.