Seit etwa 15 Jahren teilen die Mitglieder der Pfarre Wels-Heilige Familie konkret: für Menschen in der Pfarre, die selbst zu wenig haben.
Entstanden ist die Idee für „Christen teilen konkret“ (CTK) vor etwa 15 Jahren. Sie stammt von Rudolf Zöpfl, der damals Obmann des Pfarrgemeinderates war. CTK ist eigentlich eine Selbstbesteuerungsgruppe. Einige Mitglieder der Pfarre spenden monatlich einen Betrag auf das Konto der Organisation. Andere Menschen spenden zu bestimmten Anlässen, etwa Hochzeits-paare, die auf Geschenke verzichten und statt dessen um eine Spende für die Hilfsorganisation bitten. Jährlich kommen so an die 200.000 Schilling zusammen.
Ursprünglich war das Geld für die Entwicklungshilfe gedacht. Die Verantwortlichen haben aber erkannt, dass es auch in der Pfarre Notfälle gibt, und begonnen, hier unbürokratisch zu helfen. Die Pfarrmitglieder haben so geholfen, Delogierungen zu verhindern, Miete, Strom oder Alimente zu zahlen, wenn das jemand einfach nicht mehr kann. „Die Leute kommen im letzten Augenblick“, erzählt Pfarrer Johann Bachmair.
„Entdeckt“ werden Notfälle etwa von Mitgliedern des Sozialkreises, manchmal bei der Caritas-Haussammlung oder auch bei Taufgesprächen. Dass die Unterstützung nicht nur symbolisch bleibt, beweisen die Zahlen: 276.000 Schilling konnte „Christen teilen konkret“ zum Beispiel im Jahr 2000 für Menschen in Not ausgegeben.