Knapp 20 Millionen Schilling spenden die Oberösterreicher/-innen über Caritas und diözesane Osthilfe an Bedürftige im Osten.
Misswirtschaft, nationale Konflikte, Krieg. Zehn Jahre nach der Wende sind die Spuren der Vergangenheit in den Partnerdiözesen in Weißrussland, Rumänien, Bosnien, Budweis und in der Herzegowina immer noch da. Der Aufbau erfordert Geduld.
Erstmals führen die Caritas und der „Ostfonds der Diözese Linz“ eine gemeinsame Sammlung durch. Die Seelsorgestruktur und die soziale Situation sollen damit verbessert werden. Noch immer kommen dringende Bitten aus diesen Ländern.
Straßenkindern ein Zuhause geben; die medizinische Versorgung sicher stellen; die Lebensmittelversorgung und Bekleidung für die Ärmsten sicherzustellen, den Diözesen beim Aufbau der Pfarren und der für das kirchliche Leben notwendigen Einrichtungen zu helfen: Das sind einige der Vorhaben der Kirche Oberösterreichs mit der „Osthilfe“. Caritas-Direktor Josef Mayr hebt vor allem die alten Menschen hervor, die oft in besonderer Armut leben.
Dipl. Ing. Hubert Lehner ist schon seit kommunistischen Zeiten Pionier der Osthilfe. Seine Aufgabe sind vor allem die seelsorglichen Projekte: Aus- und Weiterbildung der Seelsorger/innen, Wiederaufbau von Gotteshäusern nach dem Krieg. Jüngstes Beispiel der Zusammenarbeit: Beim internationalen Caritas-Lehrgang der Katholisch-Theologischen Privatuniversität in Linz nehmen besonders viele Gäste aus den Partnerdiözesen des Ostens teil.