Die Semesterferien werden den Spielefreunden hoffentlich Gelegenheiten zu fröhlichem Spiel bieten. Vielleicht am Abend in der Skihütte. Ein paar kleine Anregungen dazu – in mehrfachem Sinn: billige, klein verpackte Spiele, bei denen die Kleineren mitspielen können und die eine kleine (kurze) Regel haben.
Der Verlag Amigo hat eine Reihe solch kleiner Spiele auf den Markt gebracht. „Concerto grosso“ ist eine Weiterentwicklung der beliebten Bewegungs-Koordinationsspielen à la „Es fliegt ...“. Die Karten zeigen Hasenmusiker. Wird eine besondere dieser Karten umgedreht, müssen alle Spieler eine bestimmte Bewegung durchführen. Beim oben abgebildeten Dirigenten z. B. müssen die Spieler aufstehen und sich wieder hinsetzen. Wer falsch reagiert, bekommt eine Karte dazu. Wer zuerst alle seine Karten angebracht hat, ist Sieger.
„Alles für die Katz“ ist ein Spiel um Tiere. Die Spieler/innen bemühen sich, möglichst viele verschiedene Tiere „aus dem Zoo“ auf die Hand zu bekommen, nur keine schwarzen Katzen. Die Spielauslage erinnert an Memory; die Spielanlage ist jedoch deutlich davon verschieden: Die Spieler/innen nehmen Karten von der verdeckten Auslage auf und geben aus ihrer Hand Karten offen zurück. Dabei müssen sie beachten, dass in der entsprechenden Reihe wie auch in der Zeile nicht schon eine gleiche Karte liegt. Da ist es manchmal schwer, passendes Kartenmaterial zu finden ... und am Ende hat man dann vielleicht von den falschen Karten zu viele in der Hand.
„Pinocchio. Lügen haben lange Nasen“ nimmt Anleihe bei der Literatur-Vorlage Pinocchio. Die Spieler/innen helfen Pinocchios Kleider zu ordnen und flunkern ganz gewaltig dabei, um als Erste/r fertig zu sein. Wer beim Schwanern erwischt wird, dessen Pinocchio-Nase wächst. Es gewinnt, wer am Schluss die kleinste Nase hat. Das Ablegen der Karten funktioniert ähnlich wie beim „Lügen-Pokern“. Die Karte des vorderen Spielers muss bedient werden, indem entweder ein Kleidungsstück der gleichen Farbe abgelegt wird oder ein gleiches Kleidungsstück. Zumindest behauptet man dies und hofft, dass der Nachbar den Schwindel glaubt.
„Concerto grosso“ von Hajo Bücken, Verlag Amigo (wie alle vorgestellten Spiele), 3-5 Spieler, ab 8 Jahren, Dauer ca. 20 Minuten, ca. S 80,–. „Alles für die Katz“, David Parkett, 2-5 Spieler, ab 6, ca. 20 Minuten, ca. S 80,–. „Pinocchio“, Dieter Gebhardt, 2-6 Spieler, ab 6 Jahren, 20 Min., ca. S 80,–. Weitere kleine Spiele bei Amigo: „Al Cabohne“ als Variante zu „Bohnanza“; für 1 bzw. 2 Spiel/er/innen. „Rage“, ähnlich dem Spiel Wizzard – auch hier muss der Spieler seine Stiche voraussagen.