Zu Weihnachten kommt das Friedenslicht aus Bethlehem, zu Ostern wird eine Kerze des Friedens den umgekehrten Weg gehen. Als Zeichen der Verbundenheit mit den bedrängten Christen und Christinnen bringen oberösterreichische Ordensritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem ein Friedenslicht nach Bethlehem: Zeigen Sie Ihre Solidarität mit den Menschen in Palästina und schließen Sie sich der Unterschriftenaktion an!
Das Flamme aus Bethlehem ist kein Exportartikel. Das Zeichen, das das weihnachtliche Brauchtum in Österreich seit Jahren bereichert, darf nicht losgelöst von den Menschen bleiben, die die „Hüter des Lichts“ sind: Der Alltag der Menschen in Bethlehem und aller Palästinenser in den von Israel besetzten Gebieten ist geprägt von Unmenschlichkeit und Schikanen. Bis vor einigen Wochen war Bethlehem täglich den Bombardements der israelischen Armee ausgesetzt. Umzingelt von Kontrollstellen der Armee leben die Bewohner Bethlehems wie in einem Gefängnis.
Kerze des Friedens
Eine palästinensische Studentin erzählt (Interview in der Kirchezeitung Nr. 3), was sie sich in dieser Situation der Not von Europa wünscht: „Wir Christen sehnen uns nach Menschlichkeit. Wir möchten Solidarität und Liebe spüren“. Die Komturei Linz des Ritterordens vom heiligen Grab zu Jerusalem wird nach Ostern eine Friedenkerze nach Bethlehem bringen, um mit den bedrängten Christen ihre Solidarität zu zeigen. Die Kerze wurde vergangenen Donnerstag beim Friedensgebet in der Linzer Karmelitenkirche gesegnet.
Helfen ist einfach
Die Grabesritter wollen nicht mit leeren Händen kommen: Sie möchten eine große Anzahl von Solidariätskarten im Gepäck haben, die den Menschen in Bethlehem zeigen: „Ihr seid nicht vergessen. Christen in ganz Österreich wissen um eure Lage und beten für euch“.
REDEN UND TUN: Nicht Schweigen
„Israel hat den Schlüssel zum Frieden“, betonte die jüdische Rechtsanwältin Felicia Langer bei ihrem Vortrag vergangenen Donnerstag in Linz: „Als Opfer von gestern dürfen wir nicht Täter von heute sein“. Ihre Forderung an die israelische Regierung: Sich mit den Palästinensern zu versöhnen und mit ihnen fair zu verhandeln. Eindringlich bat die mit dem Alternativ-Nobelpreis ausgezeichneten Rechtsanwältin ihre Zuhörer: „Mischen Sie sich ein, drängen Sie die israelische Regierung, dass sie Frieden macht.“ Einmischung sei nicht anti-israelisch, sondern es gehe um Gerechtigkeit. Dem Aufruf von Felicia Langer können Sie nachkommen, indem sie einen – höflich formulierten – Appell an die israelische Botschaft in Wien richten: Israelische Botschaft, z. H. Hr. Ilan Ben-Dov, Geschäftsträger, Anton Frank Gasse 20, 1180 Wien
Eine weitere Möglichkeit, die Solidarität mit dem palästinensischen Volk zu zeigen, ist ein Schreiben an die palästinensische Seite: Palästinensische Befreiungsorganisation/Vertretung Palästina, Josefsgasse 5, 1080 Wien
Ein Friedensgruß nach Bethlehem
Ich bin bestürzt über die Ereignisse in der Geburtsstadt Jesu Christi und erkläre meine Solidarität mit der unter Krieg und Zerstörung leidenden Bevölkerung. Ich bete für den Frieden. Schicken Sie uns Ihre persönliche Nachricht.
Unterschriftenlisten sind in der Kirchenzeitung erhältlich. Die Aktion ist eine Initiative der Kirchenzeitung, des Ritterordens vom hl. Grab/Komturei Linz, der Südwind Entwicklungspolitik OÖ, des Weltladens Linz und wird unterstützt von der Initiative Christlicher Orient.