In Summe werden Arbeitnehmer, Pensionisten und Kranke im Jahr 2001 um mehr als 34 Milliarden Schilling weniger bekommen. 2002 sind es fast 38 Milliarden weniger und ein weiteres Jahr später fast 45 Milliarden Schilling!
Eine dreiseitige Liste von Belastungen für Arbeitnehmer/innen hat die oö. Arbeiterkammer veröffentlicht. Penibel listet sie auf, wie sich die Sparziele der Regierung auf die Bevölkerung auswirken. Verschlechterungen gibt es im Sektor Steuern und Gebühren, bei der Entgeltfortzahlung und Krankenversicherung, bei den Pensionen, in der Ausbildung, bei den Leistungen für Arbeitslose ... Ein Auszug aus dem Register der Sparwirkungen: Für einen Mittelklassewagen stieg die KFZ-Steuer um S 1.300,– ab 1. Juni. Zum gleichen Zeitpunkt erhöhte sich je Haushalt die Energiesteuer durchschnittlich um S 520,–. Die Autobahn-Vignette verteuerte sich heuer um S 450,–. Der Arbeitnehmer-Absetzbetrag wurde halbiert, was sich auch für kleinere Einkommen ohne Privatvorsorge mit S 750,– Belastung auswirkt. Die Rezeptgebühr stieg.
Pensionen und Renten
Das Frühpensionsalter wurde um 1,5 Jahre erhöht, die Abschläge wurden ebenfalls von zwei auf drei Prozent angehoben. 2003 werden 50.000 ältere Arbeitnehmer/innen zusätzlich am Arbeitsmarkt sein. Die Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspension wurde gekürzt, ebenso die Witwen- und Waisenpension. Bahnfahren wurde teurer. Die beitragsfreie Mitversicherung fällt für kinderlose Ehepartner/innen bzw. Lebensgefährt/innen weg. Die Unfallrenten werden besteuert (was ca. 108.000 Menschen betrifft). Das Arbeitslosengeld wurde gekürzt, ebenso die Familienzuschläge zum Arbeitslosengeld. Die Anwartschaftszeiten dagegen wurden erhöht – von 26 auf 28 Wochen. Die Studiengebühren werden mit Wintersemester 2001/2002 eingeführt. Sie betragen für Inländer S 10.000,– pro Jahr!