Wiederum hat sich der Reichersberger Chorherr Werner Thanecker auf die Suche nach heiteren Episoden und Ereignissen hinter Klostermauern begeben. Entstanden ist eine Sammlung, die amüsante Einblicke in den Alltag von 42 österreichischen und bayerischen Konventen gibt. Nach den Bänden „Ist das Kloster noch besetzt?“ und „Sind Sie echt?“ ist „Geschlossen“ das dritte „Klosterbuch“ des Reichersberger Rentmeisters. Wenn man einmal zu lesen begonnen hat, legt man das Buch so schnell nicht wieder weg. Zwei Kostproben: Die Marienschwestern vom Karmel erzählen von einem Krankenpfleger, der einer alten Schwes-ter hilft die Brille aufzusetzen. Er tut sich auf Grund des Schleiers schwer und meint: „Schwester, wo haben Sie die Ohren?“ Darauf die Schwester: „Dort, wo Sie die anderen auch haben.“Schwester Selker von den Franziskanerinnen in Vöcklabruck fuhr mit der Summerauerbahn heim. Da rief in einer Station der Bahnvorstand: „Selka!“ Die Schwester sprang auf und fragte: „Ja, was ist denn?“ Werner Thanecker, Geschlossen. Heiter-besinnliche Einblicke hinter bayerisch-österreichische Klostermauern, EOS-Verlag, S 249,–.