Dr. Franz Daringer, leitender Arzt des Kneipp-Kurhauses der Marien-schwestern in Aspach
Nierenbelastung
Die Zahl der Dialysepatienten nimmt jährlich zu. In Öster-reich brauchen derzeit mehr als 5600 Patienten wöchentlich 1 bis 2 Mal eine Blutwäsche. Eine noch viel größere Zahl von Menschen zählt zu Hochrisikogruppen. Entscheidend für die Belastung der Nieren ist die tägliche Trinkmenge. Im Stoffwechsel fallen täglich Schlacken und Giftstoffe an, die über die Nieren ausge-schieden werden müssen. Dazu ist eine Mindestmenge von 1 bis 1,5 Liter Flüssigkeit notwendig. Es ist daher ganz wichtig, dass vor allem ältere Menschen, aber auch Frauen und Kinder, die ein geringeres Durstgefühl haben, mehr als 1 Liter trinken. Dasselbe gilt auch bei einer Neigung zur Nierensteinbildung. Rauchen fördert die Entstehung einer Nierenerkrankung. Ein hoher Blutdruck ist besonders in Verbindung mit Nikotinkonsum schädlich für die Nieren. Dramatisch ist ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus. Der Nierenschaden als Spätfolge von Therapie- und Diätsünden ist die Hauptursache für Dialyse. Neue Schmerzmittel haben kein Nieren schädigendes Phenacetin mehr als Wirkstoff, trotzdem soll man mit ihnen und mit Rheumamitteln sorgsam umgehen.
Als Nierentee gilt der Bärentraubenblättertee: 1 TL Blätter pro Tasse mit kaltem Wasser 12 bis 24 Std. ansetzen. 3-mal tägl. 1 Tasse gewärmt trinken. Ein allgemeiner Entgiftungstee: Brennesselblätter 20,0 (Angaben für Apotheke); Löwenzahnwurzel mit Kraut 20,0; Schachtelhalm 10,0; Birkenblätter 5,0; Hagebutten mit Samen 5,0; pro Tasse 2 TL, überbrühen, 15 min ziehen lassen, 3 Tassen tägl. über mehrere Wochen.