Sanierungsarbeiten im Keller des Pfarrhofs ermöglichten erstmals einen Blick auf das „römische Eferding“.Bisher konnten Historiker die Lage der römerzeitlichen Siedlung in Eferding nur auf Grund der Geländeform lokalisieren. Die jüngsten Ausgrabungen machten erstmals ein Stück des alten Eferdings auch sichtbar. Im Untergeschoß des Pfarrhofes stießen Archäologen auf ein Mauerstück, das Teil eines römischen Bauwerks ist. Der Sensationsfund gelang aber dem Heimatforscher DI Leopold Bald. Er stieß auf eine unversehrte, etwa 10 cm hohe Jupiterstatue. Die Figur stammt aus dem frühen dritten Jahrhundert und war eine Grabbeigabe. Eine Glasperle, Münzen, eine Gürtelschnalle mit Tierkopf und jede Menge Tonscherben vervollständigen den Fund. Eine deutlich erkennbare Brandschicht könnte – so mutmaßt Pfarrer Erich Weichselbaumer – mit jener Brandschatzung zusammenhängen, vor der der heilige Severin eine bisher nicht lokalisierte Stadt im weiteren Umkreis von Passau vergeblich gewarnt hatte.