Als „populistische Agitation und Unverantwortlichkeit“ hat die Katholische Aktion Österreichs (KAÖ) die jüngsten Äußerungen von Altparteiobmann Jörg Haider beim „politischen Aschermittwoch“ der FPÖ kritisiert. Bei der Bierzelt-Veranstaltung in Ried im Innkreis hatte er in Anspielung auf den Vornamen des Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde in Österreich gesagt: „Ich verstehe überhaupt nicht, wie einer, der Ariel heißt, so viel Dreck am Stecken haben kann.“ Die Aussagen gegen Muzicant bewertete KAÖ-Geschäftsführer Peter Grubits als „Verunglimpfungen aus der untersten Schublade“. Er bediene sich „scham- und verantwortungslos“ der Ressentiments aus einer der dunkelsten Epochen der Menschheitsgeschichte. Damit habe er sich wieder einmal als derjenige erwiesen, der politische Gegner und anders Denkende mit Hohn und Spott überschüttet, um Lacher und Aufmerksamkeit zu ernten. Befürchtungen, Haider werde erneut Vorurteile gegen Ausländer schüren, haben sich für Grubits ebenso bewahrheitet.