Peter Raneburgers künstlerische Arbeit sorgte schon mehrmals für Aufregung. Seine Installation in der Krypta der Ursulinenkirche wirkt dagegen sanft und leicht bekömmlich.
Verletzungen, die an Menschen von Menschen ausgeübt werden – dies waren Themen des Künstlers Peter Raneburger in seiner aufwühlenden Bilderreihe „heiligenbilder“. Vom menschlichen Leid(en) kam der Künstler nun zur Auseinandersetzung mit Tod und Sterben. Dem eigenen Tod kommt niemand aus, und je früher man sich damit beschäftigt, umso besser, ist der junge Künstler überzeugt. Raneburgers Installation in der Krypta der Ursulinenkirche trägt den Titel „Your day will come“ (Ü: Dein Tag wird kommen). „Durch meine Darstellung möchte ich dem Tod ein wenig den Stachel nehmen“, erklärt Raneburger. 3000 Kunstrosen säumen den Weg in die Krypta bis zum Kreuz. Rosenduft erfüllt den Raum. Die Würde der Krypta und der Toten, die dort bestattet sind, war der Emotionsfaden, von dem sich Raneburger leiten ließ.Die Installation ist vom Ansatz her gelungen, wirkt aber bruchstückhaft Elisabeth LeitnerGeöffnet: jeweils So. 19 – 21.30 Uhr.