Dr. Franz Daringer, leitender Arzt des Kneipp-Kurhauses der Marien-schwestern in Aspach
Ernährungskrise
Die Fastenzeit ist eine Zeit mit einer bewussten Neuorientierung der Ernährung. Die Probleme mit BSE beim Rindfleisch und Antibiotika-Skandal beim Schweinefleisch lassen uns unsere eigene Nahrung überdenken. Die öfters gehörte Frage, was man denn überhaupt noch essen dürfte, ist einfach zu beant-worten. Gerade die Fastenzeit bietet sich an, generell weniger zu essen, also sich einzuschränken. Der Fleischkonsum (natürlich auch Wurst) soll auf zwei bis höchstens drei Tage in der Woche beschränkt werden. Wenn man dabei Produkte aus biologischer Landwirtschaft bevorzugt, kann das nur gut sein. Ein- oder zweimal pro Woche Fisch als Hauptmahlzeit, jeden Tag Obst und Gemüse, und so oft es geht, Getreideprodukte wäre eine gesunde Ernährung. Herkömmliche traditionelle Speisepläne werden sich im Laufe der Zeit ändern müssen. Gerade die junge Generation hat sich schon auf eine gesündere Nahrung umgestellt. Nudelgerichte, Pizzen, Müslis, ja sogar die Hamburgers der Fast-Food Ketten sind eben gesünder (fettärmer) als Schweinebraten, Schnitzel, Leberkäse und Würstel. Es ist nicht erst seit jetzt bekannt, dass bestimmte Gemüsesorten gegen Krebs vorbeugend wirken. Brokkoli, Rotkraut, Grünkohl, Tomaten, Karotten, Kresse, Kren, Sojabohnen sind die wesentlichsten. Auf die Kartoffel als eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel darf nicht vergessen werden. Ich wünsche Ihnen und mir eine abwechslungsreiche, ernährungsbewusste neue Kochkunst mit Ergänzungen aus der „alten“ ... und gelegentlich auch ein „Bratl“.