Das Katholische Familienwerk der Diözese Linz unterstützt die Pläne von Bundesminister Herbert Haupt, für gleichgeschlechtliche Partnerschaften eine staatliche Anerkennung zu ermöglichen – wenn auch ohne den Status einer Ehe. Weiters sollen gleichgeschlechtliche Partner im Zivilrecht als Angehörige gelten. Im Zusammenhang mit dem Mietrecht oder bei Auskünftswünschen über den Gesundheitszustand sei die derzeitige Gesetzeslage unbefriedigend. Die angekündigten Schritte Haupts sind im Sinn der bisherigen Anstrengungen des Katholischen Familienwerks, erklärt Familienwerks-Vorsitzende Gertrude Kopf. Die Gesetzeskorrekturen würden den Druck zum Abtauchen in die zwielichtige Szene mildern.Das Verhältnis zwischen den Eltern und schwulen Söhnen oder lesbischen Töchtern ist eines der letzten Tabus in der Gesellschaft und führt häufig zu Problemen, weiß Mag. Rolf Sauer von der Abteilung Ehe und Familie des Pastoralamtes aus Erfahrungen in den 19 Beratungsstellen der Diözese Linz. Angehörigenstatus für gleichgeschlechtliche Partner und eine Form von deklarierter Partnerschaft könnten für die Beziehung zu den Eltern hilfreich sein, so Sauer.