Zum Einsatz in der Ökumene hat der Papst die Ordensfrauen in Österreich ermutigt. Das Mühen um die Einheit sei auch ihnen anvertraut, betonte Johannes Paul II. in einer eigens an die Vereinigung der Frauenorden gerichteten Botschaft. Was er als eine Art Testament des Heiligen Jahres in seinem Schreiben „Zu Beginn des neuen Jahrtausends“ in den Schoß der Kirche gelegt habe, sei auch eine Sendung der Ordensfrauen: „Die Anrufung ,Lass sie eins sein!‘ (Joh 17, 21) ist Imperativ, der verpflichtet, Kraft, die trägt, und heilsamer Tadel für unsere Trägheit und Enge des Herzens.“ Der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Donato Squicciarini, überbrachte persönlich das Schreiben den 80 Ordensoberinnen, die sich vergangene Woche zur Jahrestagung in Vöcklabruck trafen. In einer Predigt sagte der Nuntius: Beim Betrachten der Verschiedenheiten sollte man nie die Gemeinsamkeiten vergessen, die „zwischen uns und den getrennten Brüdern und Schwestern bestehen“, nämlich die Taufe und die Heilige Schrift.