Die Pfarre Garsten setzt in der Fastenzeit einen Impuls zur bewussten Mitfeier der Eucharistie.
Die Idee ist im Pfarrgemeinderat entstanden und greift die Ak-tion „geöffnet“ auf: Es werden aber nicht Bauwerke in den Mittelpunkt gestellt, sondern die Gottesdienstbesucher/innen. Sie sind eingeladen, an den Fastensonntagen eine Viertelstunde vor Messbeginn in die Stiftskirche zu kommen und sich selbst zu öffnen. Als Hilfe zur Besinnung erklingt Orgelmusik.
Sich für die Feier öffnen
„Diese Zeit soll das intensive Erleben der Musik ermöglichen und zur Erfahrung führen, dass der Gottesdienst anders mitgefeiert werden kann, wenn man ihn aus einer inneren Ruhe heraus beginnt“, wirbt Pfarrassistent Mag. Stefan Grandy. Auf den Bänken liegen auch Texte auf, die die vorgetragenen Musikstücke erklären. Die „Hörhilfen“ vom 1. Fastensonntag hoben bei J. S. Bachs Präludium in h-Moll besonders die Tonart hervor. H-Moll benützt der Komponist in seinen Werken vor allem um das Leiden auszudrücken. Ein Stück Mozarts, das er als Trauermusik für das Orgelwerk einer Uhr geschrieben hat, ist ein Hinweis auf die Vergänglichkeit alles Irdischen. Auf den „Hörhilfen“ finden sich auch die Kernsätze des jeweiligen Sonntagsevangeliums. Die „Musik vor dem Gottesdienst“ stieß an den beiden ersten Fastensonntagen auf positives Echo.