Dr. Franz Daringer, leitender Arzt des Kneipp-Kurhauses der Marien-schwestern in Aspach
Unsere Haut (1)
Die Haut des Erwachsenen ist durchschnittlich 2 Quadratmeter groß und wiegt bis zu 20 kg. Neben einer Kontakt- und Schutzfunktion hat sie eine Vielzahl verschiedener Fühler, z. B. für Temperatur, Berührung, Schmerz und sie schützt durch die Pigmentierung vor UV-Licht. Sie bildet eine wichtige Grenzfunktion zwischen Körper und Umwelt, verhindert deshalb auch das Austrocknen des Körpers und das Eindringen fremder Subs-tanzen. Die Haut wird daher oft von außen überbelastet und reagiert mit Veränderungen und Krankheiten (Infektionen, Kontaktallergien, Parasitenbefall u. a.). Aber auch innere Krankheiten und seelische Belastungen können sich in der Haut zeigen. Oft verursachen Hautkrankheiten keine subjektiven Beschwerden und werden toleriert. Die Haut unterliegt normalen Alterungsveränderungen. Sie wird trocken, welk und leicht knitterbar, was sich in Altersfalten darstellt. Man sollte die Haut nicht unnötig strapazieren. Übermäßiges Waschen mit heißem Wasser und Seifen und langes Wannenbaden zerstört den Schutzfilm der Haut. Einmal täglich Duschen mit warmem Wasser und mildem Duschmittel wird gut vertragen. Trockene Haut muss regelmäßig mit Cremes, Feuchtigkeitsgels o. Ä. behandelt werden. Besonders Hände und Füße haben eine strapazierte Haut, die gepflegt ge-hört. Kalte Waschungen straffen die Haut, regelmäßig Sauna reguliert die Durchblutung und Durchfettung der Haut. Tägliche Trockenbürstung fördert die Abschilferung der alten Hautteile und reguliert die Talgfettung. Gelegentlich ein Kleiebad tut dies auch.