Der „Sozialstammtisch“ der Kath. Arbeiternehmer/innenbewegung greift monatlich Themen auf, die in der Luft liegen. Am Vorabend des Frauentags stellte Referentin Eva Rossmann die Frage: „Gibt es noch eine Frauenpolitik in Österreich?“. Jede Frau soll ein eigenständiges Leben führen können, das ist Ausgangspunkt für Rossmanns Überlegungen. Mit der Einführung des Kinderbetreuungsgeldes sieht die Journalistin den Zug in die entgegengesetzte Richtung fahren: „In Wirklichkeit sollen Hausfrauen gefördert werden. Bisher hatten Frauen Kündigungsschutz während der Karenzzeit, jetzt endet dieser nach 24 Monaten, das Kinderbetreuungsgeld kann aber 30 Monate bezogen werden. Damit hat die Frau ihren Arbeitsplatz ‘verwirkt’. Wiedereinstieg wird schwieriger.“, sieht Rossmann die Entwicklung kritisch.