170 Pfarrsekretäre und Pfarrsekretärinnen gibt es in Ober-österreich. Sie prägen das Bild der Kirche wesentlich mit.„Wir sind die ersten Ansprechpartner, die die Menschen in der Pfarre erleben.“ So erzählen Pfarrsekretärinnen und -sekretäre bei ihrem Jahrestreffen am Dienstag/Mittwoch der Vorwoche in Puchberg. „Und wir sind eine humorvolle Berufsgemeinschaft, sonst hielten wir so manches gar nicht aus“, ergänzt eine andere.
Ob man in der Pfarre freundlich willkommen geheißen wird oder ob man dort eher auf Dis-tanz geht – von der Begrüßung gleich bei der Kanzleitür hängt es ab. „Die Pfarrkanzlei ist für viele Menschen der erste und oft einzige Berührungspunkt mit der Kirche in diesem „Ort“, heißt es daher im „Leitbild“, das die Berufsgemeinschaft für sich erarbeitet hat. Und: „Wir bemühen uns, durch unsere Arbeit das Bild einer menschenfreundlichen und einladenden Kirche zu vermitteln“. Nicht zu Unrecht fühlen sich die rund 170 Pfarrsekretäre und -sekretärinnen Oberösterreichs über das Sekretarielle hinaus als Seel-sorger/innen im wahrsten Sinn des Wortes. Die meisten sind als Teilzeitkräfte in den Pfarren angestellt – weil sich die Pfarren nicht mehr leisten können. Ihre Sekretärinnen und Sekretäre leisten jedoch über das geforderte Maß hinaus „ehrenamtlich“ vieles: „Wir möchten ja für die Pfarre nicht zum Problem werden.“ Fortbildung ist besonders wichtig, denn Verwaltung braucht immer mehr Fachwissen. Die Pfarrer selbst können das vielfach nicht leisten, ältere Seelsorger wollen mit dem Computer nicht mehr unbedingt Freundschaft schlie-ßen. Die Pfarrsekretär/innen schätzen es, dass sie zu dieser Fortbildung auch die entsprechenden Möglichkeiten geboten bekommen: „Es bleibt sowieso nur unsere eigene Arbeit liegen!“ Zeit nimmt sich die Berufsgruppe für einen jährlichen Ausflug – heuer geht es am 6. Juni nach Laakirchen. Auch Sorgen gibt es: Der neue diözesane Kollektivvertrag hat so manche Angst ausgelöst, ob sich die Pfarren ihre Sekretärinnen und Sekretäre auch künftig leisten können.
Kontakt: Arbeitsgemeinschaft der Pfarrsekretär/innen, Josef Preims, Auböckplatz 3, 4820 Bad Ischl.