20 Martyrer aus Oberösterreich standen im Mittelpunkt einer Erinnerungsfeier im Dom.
Kapuzinerpater Antonin war aus dem Zillertal nach Linz gekommen, um beim Gedenken an die oberösterreichischen Martyrer dabei zu sein. Seinen Ordensnamen hat er von jenem P. Antonin Schröcksnadel bekommen, ehemals Kapuziner in Linz, der am 10. Juni 1946 zusammen mit P. Theophil Ruderstaller von den Kommunisten in China hingerichtet worden war.
20 Martyrer, die wegen ihres Glaubens durch die Gewalt des Nationalsozialismus oder anderer totalitärer Systeme ihr Leben lassen mussten, standen im Mittelpunkt des diözesanen Gedenkens am Freitag, 23. März im Linzer Dom. Eine von ihnen: Camilla Estermann, Kleinrentnerin, die in Linz Kriegsgefangenen eine Flasche Milch zusteckte und wegen Hochverrats und Wehrkraftzersetzung verurteilt und am 21. November 1944 hingerichtet wurde.
Menschen aus den Heimatpfarren oder Ordensgemeinschaften, auch Verwandte, waren bei der Gedenkfeier da. So Franziska Jägerstätter, die Witwe des Martyrers Franz Jägerstätter aus St. Radegund. Von dort war eine Busgruppe angereist.„Wir wollen Gott danken für alle, die in schwerer Zeit ihrem Gewissen gefolgt sind“, betonte Bischof Maximilian Aichern in der Predigt. Ein „wachsames Gewissen und ein mitfühlendes Herz“ brauche es auch heute, wenn Mitmenschlichkeit und Toleranz in Gefahr sind.