Die christlichen Konfessionen haben in der Begräbnis-Seelsorge vor allem die Situation der hinterbliebenen Trauernden vor Augen. So betonten es die Pfarrer Johann Bräuer (Wels, katholisch), Thomas Pitters (Linz, evangelisch) und Martin Eisenbraun (Salzburg/Ried. I., altkatholisch).
Das Begräbnis sei ein Ort, an dem es möglich wäre, zu selten praktizierenden Christen oder auch zu Nichtchristen zu sprechen, meinte Pfarrer Pitters bei der für die Radio-Reihe „Treffpunkt Ökumene“ im Landesstudio Linz am 26. März organisierten Veranstaltung. Pfarrer Bräuer betonte, die „schöne“ Gestaltung eines Begräbnisses helfe den Trauernden, in den Alltag zurückzufinden.
Unterschiedlich wird die Praxis, auch Ausgetretene christlich zu begraben, gewertet. Während die altkatholische Kirche dies tut, gehen katholische Seelsorger damit unterschiedlich um. Ein Linzer Pfarrer meinte, er gehe in diesen Fällen in Zivil beim Begräbnis mit und bete für die Verstorbenen. Bräuer plädierte hingegen für ein weitestmögliches Entgegenkommen an die Trauernden.