Einen Monat lang stand die Bibel im Mittelpunkt der Pfarre Vorchdorf. Hunderte Menschen brachte die „Urkunde des Glaubens“ auf die Beine: Die einzelnen Veranstaltungen waren bestens besucht.
Mit einer Festfanfare wurden der Bibelmonat und die Bibelausstellung am 4. März 2001 feierlich eröffnet. Über 500 Kinder nahmen im Rahmen des Religionsunterrichtes an den Führungen teil und ergänzten die Schau für die Erwachsenen mit Zeichnungen. Auch die Männer der Pfarre vertieften sich in die Heilige Schrift. Sie gingen der Frage nach: Wie glaubwürdig ist die Bibel?“ Eine Bibelnacht begeisterte 35 Kinder für das Buch der Bücher. In die Werkstatt der Evangelis-ten führte Pfarrer P. Ernst Bamminger ein und zu den drei Bibel-abenden mit „Bibelwerks-Chef“ Dr. Franz Kogler kamen jeweils hundert interessierte Zuhörer. „Die szenische Darstellung des Markusevangeliums“ mit dem Schauspieler Franz Strasser schloss den Bibelschwerpunkt ab.
Nicht Wissen, sondern Trost
Die Reaktionen auf die „geballte Ladung Heilige Schrift“ zeigen, dass das Buch Bewegung in die Gemeinden brachte. So ist ein deklarierter „Nicht-Bibelleser“ froh, dass er einen neuen Blickwinkel auf die Bibel entdeckt hat: Ihm sei aufgegangen, dass die Bibel nicht Wissen vermitteln will, sondern Trost für das Leben gibt. Die jüngste Besucherin der Bibelabende, die 13-jährige Silvia, meint: „Für mich war es ein tolles Erlebnis. Ich nehme mit mit, dass Gott immer bei uns ist.“
Die Bibel wühlt auf
Die Heilige Schrift ist keine bequeme Lektüre, erfuhr ein anderer Teilnehmer: „Ich bin aufgewühlt und muss noch viel darüber nachdenken.“ Auch an Pfarrer P. Ernst ist die intensive Dosis Bibel nicht spurlos vorübergegangen. Vor allem einen Satz aus dem Matthäusevangelium hat er für sich als Seelsorger neu und trostvoll entdeckt: „Christus spricht: Wenn ihr tauft und predigt, dann bin ich bei euch – bis ans Ende der Welt.“ Dieses Wort gebe ihm Mut, so der Geistliche. Der Bibelmonat trägt bereits Früchte: Am Dienstag, 17. April, um 20 Uhr (Pfarrheim), trifft sich eine Bibelrunde.