1919 wurde sie zum ersten weiblichen Mitglied der Preußischen Akademie der Künste ernannt und erhielt als erste Frau ein Lehramt. Die Rede ist von Käthe Kollwitz. Die deutsche Graphikerin, Malerin, Bildhauerin (1867-1945) ist am 22. April 1945 gestorben, ihre letzte Ruhestätte fand sie im Familiengrab auf dem Zentralfriedhof in Berlin-Friedrichsfelde. Über ihre Lebensschwerpunkte sagte sie: „Es sind mir drei Dinge wichtig in meinem Leben: dass ich Kinder gehabt habe, dass ich einen solchen treuen Lebenskamerad gehabt habe und meine Arbeit“.
Ihr künstlerisches Schaffen beschäftigt sich mit dem Leid des Menschen, mit Armut, sozialer Ungerechtigkeit und Krieg. In Berlin fand im Jahr 1906 in der Alten Akademie die „Deutsche Heimarbeit-Ausstellung“ statt. Das Ausstellungsplakat dazu entwarf Kollwitz. Es zeigt eine verhärmte, traurige Heimarbeiterin, ausgermergelt von der täglichen 16 bis 18 Stunden dauernden Heimarbeit. Die Kaiserin weigerte sich damals, die Ausstellung zu betreten, solange dieses Plakat hing.
Während der Zeit des Nationalsozialismus bekam die Künstlerin zunächst ein „inoffzieles“ Ausstellungsverbot, später wurde sie als „entartete Künstlerin“ verfemt und ihre Werke aus bestehenden Ausstellungen in Deutschland entfernt.