Der Blick in den Jahresabschluss 2000 zeigt: Die Kosten für gute Berichterstattung sind gestiegen. 23 Millionen Schilling kostet die Kirchenzeitung jährlich. Viel hat im vergangenen Jahr die Kirchenzeitung in die Drucktechnik investiert, sie bietet heute mehr aktuelle Bilder und mehr Farbe als je zuvor und wird noch schneller und kostengünstiger produziert als in den Vorjahren. Auch der Internetbereich wurde ausgebaut.
Schmerzlich schlägt sich die sinkende Zahl der Abonnent/innen nieder, zumeist wird „verstorben“ als „Kündigungsgrund“ genannt. Weil die Kirchenzeitung jedoch in vielen Familien gelesen wird, darf man, um auf die Leserzahl zu kommen, die Auflage von 58.000 Stück verdreifachen. Dennoch muss sich die Kirchenzeitung als traditionsreiches Medium mit der Zunahme der Gratiszeitungen und der Übermacht des Fernse-hens und der elektronischen Medien auseinander setzen. Das stellt Vertrieb, Anzeigenabteilung und Redaktion vor neue Herausforderungen. Im Jahr 2000 wurde die Zahl der Anzeigen fast verdoppelt. Dadurch ist die Kirchenzeitung wieder ohne jeden Zuschuss aus dem diözesanen Finanztopf ausgekommen. Die Rahmenbedingungen haben sich allerdings verschärft: Die Papier-, Druck- und Versandkosten sind gestiegen und steigen noch immer (Beispiel: Post, die seit Jänner um 32 % teurer geworden ist).
Auch wenn die Gesamtauflage gesunken ist – es gelingt der Kirchenzeitung immer wieder neue Leser/innen anzusprechen. Diese bestätigen: Die Kirchenzei-tung bietet ihnen wertvolle Orientierung, sie zeigt im kulturellen Wandel Flagge. Deutlich zugenommen haben im Jahr 2000 die Reaktionen auf Rätsel, Aufrufe und Aktionen. Die Kirchenzeitung wird auch künftig die Gesamtschau auf Kirche und Welt im Auge behalten und vielleicht gelingt es ihr – mit Hilfe ihrer Leser/innen – die Auflagenzahl wieder zu steigern.