Ein Meilenstein: Papstreise nach Griechenland und Syrien
Ausgabe: 2001/19, Christen, Muslime, Papst, Griechenland, Syrien, Papst Paul II.
08.05.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Johannes Paul II. hat als erster Papst eine Moschee besucht. Im Hof der Omayyaden-Moschee in Damaskus hielt er eine programmatische Ansprache: Christen und Muslime sind aufgerufen, einander nicht als Gegner, sondern als Partner zu begreifen. „Ich hoffe inständig, dass muslimische und christliche Führer und Lehrer unsere beiden großen Religionen als Gemeinschaften im respektvollen Dialog und nie wieder als Gemeinschaften im Konflikt darstellen werden“, sagte der Papst.
Damit stellt Johannes Paul II. hohe Anforderungen an die Gläubigen. Sein Programm steht in Österreich in vielen Gemeinden und Pfarren auf dem Prüfstand: Wenn um Gebetsräume gestritten und das Tragen von Kopftüchern diskutiert wird, wenn die Verfolgung der Christen in Saudiarabien als Argument für die Beschränkungen muslimischer Gemeinden in Österreich ins Treffen geführt werden – auch dann müssen die Worte des Papstes Richtschnur bleiben.