Rund 24 Jahre seines Lebens verbringt der Mensch im Schlaf. Der Organismus erholt sich und baut seine körperliche und psychische Leis-tungsfähigkeit wieder auf. Ursachen für Schlafstörungen gibt es viele, z. B. persönliche Probleme im beruflichen und zwischenmenschlichen Bereich (alltägliche und außergewöhnliche Ereignisse), eigene Erkrankung oder Versorgung von Kranken und Kindern. Zur Behandlung dienen bestimmte Regeln (Schlafhygiene), die einzuhalten sind: regelmäßige Schlafzeiten (Rhythmus), kein Tagesnickerchen (Schlafdruck abends). Die notwendige Schlafmenge ist individuell. Die Schlafbedingungen sollen möglichst gut sein (keine tickende Uhr, kein leuchtendes Radio, nicht zu warm oder kalt, ...). Hunger oder übervoller Magen stört, wie auch abends Kaffee, Schwarztee und Cola. Auch Nikotin- und Alkoholkonsum können schlafstörend wirken. Sportliche Aktivitäten am Nachmittag steigern den Schlafdruck. Den Abend entspannend gestalten.
Zu diesen allgemeinen Verhaltensregeln können Kneipp-Anwendungen auf die gestörte Schlaf-/Wach-Regulation im Gehirn günstig wirken: 1/2 Minute Wassertreten im kalten Wasser oder kalte Waschungen der Arme oder Beine bzw. des ganzen Körpers, oder kalte Teilbäder der Arme und Beine, 10 bis 30 sec, anschließend mit warmen Socken ins Bett. Auch kalte Güsse tun gut. Pflanzliche Schlafmittel sind Baldrian, Melisse, Hopfen und Passionsblumenpräparate. Für einen Teil der geplagten Personengruppe sind aber stärkere Schlafmittel notwendig.