Bereits im Herbst sollen die ersten spendensammelnden Nicht-Profit-Organisationen, welche die Seriosität ihrer Werbung und die Verwendung ihrer Spendengelder von unabhängigen Wirtschaftstreuhändern prüfen lassen, das österreichische „Spendengütesiegel“ erhalten. Ein zwischen der Kammer der Wirtschaftstreuhänder und sechs Dachverbänden spendensammelnder Organisationen unterzeichneter Vertrag sieht für die Vergabe des Gütesiegels eine umfassende Überprüfung vor. Geschaut wird auf die ordnungsgemäße Rechnungslegung, die Trennung von Geschäftsführung und Kontrolle, die Einhaltung der Grundsätze Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit sowie auf die den Werbeaussagen entsprechende Verwendung der Spendengelder. Nicht um das Gütesiegel bewerben wollen sich derzeit u. a. die Caritas und Missio. Sie kritisieren, dass das Gütesiegel nur die ordnungsgemäße Mittelverwendung, nicht aber die Qualität des Einsatzes der Spendengelder prüfe. Gemeinsam mit anderen großen Hilfsorganisationen (Rotes Kreuz, Volkshilfe, Diakonie, Hilfswerk) arbeitet die Caritas derzeit an einem „humanitären Gütesiegel“.