Erkankungen des rheuma-ttischen Formenkreises haben den größten Anteil an den chronischen Krankheiten, noch vor den Herzleiden. Für die spätere Prognose, wie sich die Krankheit entwickelt, ist eine frühe Erkennung und Diagnose und entsprechende Behandlung entscheidend. Zum rheumatischen Formenkreis gehören eine Vielzahl von Krankheitsbildern. Nicht immer ist das, was als Rheuma bezeichnet wird, aber wirklich eines. Vereinfacht kann man Rheuma in vier Gruppen einteilen:
1. entzündliche Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, dazu gehört die chronische Polyarthritis, 2. degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, z.B. Arthrosen, 3. Weichteilrheumatismus ohne Gelenke, z. B. Sehnen-scheidenerkrankungen, 4. pararheumatische Erkrankungen, z. B. Gicht.
Diese vier Gruppen haben folgende Gemeinsamkeiten: Schmerzen, verminderte körperliche Beweglichkeit, das psychische Befinden ist verschlechtert, echte Heilung ist selten, meistens ist nur Beschwerdefreiheit oder -linderung möglich. Die klassische pcP (primär chronische Polyarthritis) zeichnet sich durch einen schleichenden Beginn an den kleinen Gelenken der Hände oder Füße aus. Dauernde Schmerzen, auch in Ruhe, morgendliche Schwellung und Steifigkeit der Gelenke weisen auf einen Rheumaschub hin. Auch abwechselnd weiße, schmerzhafte und bläuliche Finger können rheumatisch sein. Anfangs betrifft es eher die kleinen Gelenke, später auch die großen, wie Knie, Schultern, Ellbogen.