Verleihungsfeier der Solidaritätspreise in dichter Atmosphäre
Ausgabe: 2001/43, Solidarität, Verleihungsfeier, Solidaritätspreis 2001, Landhaus, Bischof Maximilian Aichern, Josef Ackerl, Dr. Walter Aichinger, Sechser Pasch,
24.10.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Am Montag, 22. Oktober wurden im Linzer Landhaus die neun Solidaritätspreise 2001 der Kirchenzeitung feierlich überreicht. Bischof Maximilian Aichern und die Landesräte Josef Ackerl sowie Dr. Walter Aichinger übergaben sie.
Wieder war der Steinerne Saal des Landhauses übervoll mit Gästen gefüllt. Die Solidaritätspreis-Feier hat schon viele treue Teilnehmer/innen, die jährlich hier auch Hoffnung und Mut tanken, wenn in dichter Atmosphäre Zeugnisse guter Menschen zur Sprache kommen. Andererseits begleiten – wie jedes Jahr – viele Angehörige und Freunde die Ausgezeichneten. Sie tragen damit auch wesentlich zum fröhlichen, familiären Charakter der Feier bei.Bischof Maximilian würdigte in seinem Grußwort das Engagement so vieler Menschen, für das durch den Solidaritätspreis stellvertretend einige ausgezeichnet werden.
Landesrat Josef Ackerl, aus dessen Ressort mit 75.000 Schilling der Hauptteil der Gesamtdotation von 135.000 Schilling an Presigelder kommt, hob die Bedeutung der Kirchenzeitung hervor, die der Berichterstattung über soziale Themen breiten Raum gibt. Zur Linderung der Not meinte er: „Nicht die Armen, sondern die Armut müsse bekämpft werden.“
Landesrat Dr. Walter Aichinger, der den an der Teilnahme verhinderten Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer vertrat, wies besonders auf eine neue Form der Armut hin: auf den Mangel an Beziehungen. Solidarität bedeute daher auch Menschen in ein Netz von tragfähigen und helfenden Beziehungen aufzunehmen.
Stichwort:
Solidaritätspreis
Der Solidaritätspreis der Kirchenzeitung wurde heuer das achte Mal vergeben. Von Anfang an sind dabei das Datum der Ausschreibung und das der Verleihung wegen ihrer besonderen Symbolik wichtig: Er wurde bisher am 15. Mai ausgeschrieben und um den 26. Oktober verliehen. Am 15. Mai 1891 veröffent-lichte Papst Leo XIII. die erste Sozialenzyklika. Am 15. Mai 1990 präsentierten die öster-reichischen Bischöfe den Sozialhirtenbrief. Und am 15. Mai 1955 unterzeichnete Österreich den Staatsvertrag. Dieses Datum und die zeitliche Klammer zum Nationalfeiertag signalisieren: Die Kirche schätzt gesellschaftliches Engagement und den Weg Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Weg, der ohne Solidarität vieler undenkbar wäre.In Zukunft wird der Preis um den 26. Oktober ausgeschrieben und am 15. Mai verliehen.
Soli-Preis 2002
Ausschreibung
Der Solidaritätspreis 2002 wird – mit verändertem Terminlauf – zum 26. Oktober 2001 ausgeschrieben und am 15. Mai 2002 verliehen. Ausschreibungs-Folder gibt es bei der Kirchenzeitung. Ein Einreich-Formular finden Sie auch auf unserer Homepage: www.kirchenzeitung.at