Traunkirchen: Pfarre lässt Energieunternehmen für sich arbeiten
Ausgabe: 2001/46, Traunkirchen, Heizung
13.11.2001
- Josef Wallner
Kaum war der Umbau des alten Klosters abgeschlossen, stand die Sanierung der Heizung an. Die Pfarre wollte aber nicht neuerlich ihre Kräfte in „Organisatorisches“ stecken.
Mit großem Einsatz haben die Pfarrangehörigen aus dem ehemaligen Kloster ein einladendes Begegnungszentrum gemacht, das man im Vorjahr feierlich eröffnete. Nicht gelöst wurde das „Heizungsproblem“: veralteter Kessel, zu klein dimensioniert. Alois Siegsleitner, der Finanzchef der Pfarre, wollte nicht wieder ein Projekt beginnen, das zusätzliche Sammlungen und „Schnorr-Veranstaltungen“ notwendig macht. Als erste Pfarre Oberösterreichs geht Traunkirchen daher einen neuen Weg: Sie übertrug die Versorgung mit Wärme an das Unternehmen „Enserv“. Geschäftsführer Mag. Weinacht erklärt das Konzept: „Wir verkaufen das Endprodukt Wärme und kümmern uns um alles, was davor liegt.“ Konkret: Die Pfarre brauchte im Herbst nur die Heizkörper aufzudrehen und schon wurde es in den Räumen warm, ohne dass sich ein Pfarrmitarbeiter um den Neubau der Heizung kümmern musste. Von der Wartung bis zur Behebung eventueller Störungen fällt alles in die Verantwortung der Enserv. Die Pfarre bezahlt aus-schließlich die verbrauchte Wärme, der Vertrag wurde – wertgesichert – auf 15 Jahre geschlossen.
„Stellt man eine ehrliche Vergeichsrechnung an, die wirklich alle Arbeiten miteinbezieht, die zum reibungslosen Betrieb einer Heizung gehören, ist unser Angebot sehr attraktiv“, wirbt Enserv-Chef Weinacht. Das 1999 gegründete oberösterreichische Unternehmen betreut bereits 220 Heizanlagen: in Wohnbauten ebenso wie in Schulen und Firmen.