Pastoralrat legte Leitlinien für die Zukunft der Seelsorge in Oberösterreich fest.
„Ich bitte alle Pfarrgmeinden um die Durchführung der Pfarrgemeinderatswahl 2002“. Diesen Appell richtete Bischof Maximilian Aichern am 16./17. November an die Delegierten des Pastoralrates der Diözese Linz. Alle Pfarren sollten sich an der Wahl beteiligen, das wäre im Sinn des Konzils, in dem die Mitverantwortung des Gottesvolkes betont wurde.Ebenso ermutigte Bischof Aichern, beim Sozialbericht der christlichen Kirchen mit zu tun.Der Pastoralrat verabschiedete bei der Vollversammlung neue Leitlinien für die Seelsorge der Katholischen Kirche in Oberösterreich. Sie waren im letzten Jahr in fast allen Dekanaten diskutiert worden und haben dort ein hohes Maß an Zustimmung gefunden. Bei künftigen Schwerpunktsetzungen und Entscheidungen sollen sie den Maßstab bilden. Bei sinkender Katholikenzahl und weniger Geld soll die Kirche dennoch ihren Grundauftrag , Werkzeug und Zeichen für das Heilshandeln Gottes in der Welt zu sein, erfüllen. Lebendige Pfarrgemeinden stehen im Mittelpunkt des Bemühens, doch sollen die regelmäßigen Gottesdienstgemeinden offen für die Menschen ohne engere Gemeindebindung sein. Neue Formen des Feierns sollen entwickelt werden, ein breites Angebot an geistlicher Begleitung soll es geben. Die Kirche versteht sich als pastorales und soziales Netzwerk, in dem Gemeinschaft und Vielfalt gewollt sind.