„Eine Welt für alle“ in Rohrbach arbeitet für Menschen in aller Welt
Ausgabe: 2001/47, Rohrbach, Eine Welt für alle, Handel, AK Rohrbach, AK
20.11.2001
- Judith Moser-Hofstadler
Zu einem „Fest zum fairen Handel“ hatte die Selbstbesteuerungsgruppe in Rohrbach eingeladen.
Statt des üblichen EZA-Basars veranstaltete die Selbstbesteuerungsgruppe „Eine Welt für alle“ in Rohrbach heuer ein Fest zum fairen Handel am 10. November in der Arbeiterkammer Rohrbach. Ziel der Gruppe war es, auf ungerechte Verteilung der Güter und die ausbeuterischen Handelsbeziehungen zwischen Nord und Süd aufmerksam zu machen.
Die Informationen wurden beim Fest mit Musik und Chili con Carne gespickt. In der Maquila-Bar mussten die Besucher/innen erst erwürfeln, ob sie ihr Getränk als Arbeiterin, Manager oder in einer anderen Funktion bezahlen mussten.Um fairen Handel auch praktizieren zu können, hat die Gruppe am Sonntag Lebensmittel angeboten. Der Erlös aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf wird wieder Projekten in aller Welt zugute kommen.Im Rahmen des Festes wurden auch Workshops in Rohrbacher Schulen durchgeführt, um Jugendliche auf die Problematik aufmerksam zu machen.
Seit 29 Jahren aktiv
Die Selbstbesteuerungsgruppe besteht seit 29 Jahren. 155 Mitglieder spenden monatlich einen Betrag in selbst gewählter Höhe. Jährlich stehen damit etwa 340.000 Schilling zur Verfügung, mit denen etwa zehn Projekte im Jahr unterstützt werden.
Hauptsächlich sind es Bildungs- und Frauenprojekte, die der aktive Kreis in den monatlichen Treffen auswählt. Mit dem Geld soll „Hilfe zur Selbsthilfe“ gegeben werden. Zuletzt wurden folgende Projekte unterstützt: ein Perlit-Betrieb (Isoliermaterial) in der Karpat-Ukraine, Reisbauern auf den Philippinen, die durch einen Wirbelsturm alles verloren hatten, und eine Lehrerbibliothek in Bolivien.