Bei der Renovierung der Klos-teranlage geht es nicht nur um die Landesausstellung 2002: Das Erdgeschoß des Konventgebäudes bietet nach der Ausstellung Platz für ein neues Pfarrzentrum.
Zur Zeit binden die Adaptierungsarbeiten der Klosteranlage in Waldhausen viele Kräfte der Pfarre, erklärt Pfarrer Karl Wögerer. Da die Pfarre das Bauwerk besitzt und nun die Entscheidungen für die nächsten Jahrzehnte getroffen werden, lohnt sich der Einsatz, so der Pfarrer. An die 16.000 Arbeitsstunden und 2.500 Maschinenstunden habe die Pfarre – teils bezahlt, teils unbezahlt – bisher in die Baumaßnahmen eingebracht. Die gesamten Baukosten belaufen sich auf etwa 55 Millionen Schilling. Das Land Oberösterreich wird 29 Millionen beitragen, Geld kommt auch von der Europäischen Union. Rund 20 Prozent werden bei der Pfarre und der Diözese Linz bleiben.
Die Landesausstellung (Eröffnung am 30. April 2002) führt die Besucher/innen in die Kulturgeschichte des Festes ein. Die Bandbreite des Themas reicht von Ritualen früher Kulturen über heimisches Jahresbrauchtum bis zum christlichen Kirchenjahr und den jüdischen und muslimischen Festen. Auf den Inhalt der Landesausstellung hat die Pfarre keinen Einfluss, sie beteiligt sich aber intensiv am Begleitprogramm „Feste erleben“: Parallel zur Ausstellung werden auf dem Stiftsgelände 75 Feste gefeiert. Bei 30 davon sind die Pfarre und die Gemeinde Waldhausen involviert. Drei Veranstaltungen aus dem kirchlichen Festprogramm, um die Neugier zu wecken: Den Reigen der Feste eröffnet die Cursillobewegung am 5. Mai 2002 mit ihrem Oberösterreich- Treffen, am 6. Juli wird vor der Stiftskirche eine Glocke gegosssen und am Allerseelentag gibt es ein Fest der Toten, bei dem die auf dem Stiftsgelände gefundenen Gebeine in der Krypta der Kirche bestattet werden.
Neben einem Pfarr- und Kulturzentrum werden nach der Landesausstellung im Obergeschoß des Stiftsgebäudes elf „betreubare Wohnungen“ für ältere Menschen errichtet.