Temelin: Ist Politik die Kunst des Möglichen oder des Unmöglichen?
Ausgabe: 2001/49, Temelin, Spaltkraft, Politik, Molterer, Schüssel, ÖVP, FPÖ
04.12.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Die Einschätzungen des Brüsseler Abkommens über das Atomkraftwerk Temelin sind sehr unterschiedlich. Keinen Grund zum Jubeln sieht Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, „aber das Machbare ist erreicht worden.“ Die Oppositionsparteien kritisieren dagegen die österreichischen Verhandler Schüssel und Molterer als Umfaller.
Die Anti-Temelin Aktivisten schätzen das Ergebnis nicht einhellig ein, wenn doch scharfe Kritik bei weitem überwiegt. Mag. Otto Gumpinger vom Österreichisch Tschechischen Anti Atom Komitee sieht aber auch Positives – eine Chance auf höchste Sicherheitsstandards. Strikt ablehnend reagiert die oö. überparteiliche Plattform gegen Atomgefahr. Sie bewertet das Brüsseler Ergebnis als Skandal und ruft zur Grenzblockade in Wullowitz von 7. bis 9. Dezember auf.
Das Aus für Temelin ist für alle Temelin-Engagierten, ob Politiker oder Aktivisten, nach wie vor erklärtes Ziel.