Der Kollektivvertrag, den die Diözese im Vorjahr mit den Laienmitarbeiter/innen schloss, war Anlass zu einer Verhältnisbestimmung von Priestern und Laien.
„Die Zusammenarbeit von hauptamtlichen Laien und Priestern gelingt im überwiegenden Maße gut”, stellen Regens Mag. Maximilian Mittendorfer und Mag. Brigitte Gruber-Aichberger fest, beide für die Personalstelle Pastorale Berufe verantwortlich. Gemeinsam präsentierten sie die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe „Priester-Laien“. Der Kollektivvertrag mit einer Wochenarbeitszeit von 37,5 Stunden für Laienmitarbeiter/innen führte bei Priestern im Vorjahr zu Diskussionen. Die Arbeitsgruppe machte vor allem auf die gegenseitige Wertschätzung aufmerksam, die für eine fruchtbare Zusammenarbeit notwendig sei.
„Notwehrgemeinschaft“
Für Überrraschung unter den Priestern sorgte ein Artikel in dem Rundbrief „Die Wahrheit“, der die Gründung einer „Notwehrgemeinschaft“ von Priestern der Diözese Linz ankündigte. Dies sei eine Reaktion auf die „fortschreitende Schlechterstellung der Priester gegenüber den diözesanen Laienangestellten“, so das Blatt. Dr. Walter Wimmer, Sprecher des Priesterrates, erklärt dazu: „Der Herausgeber der Wahrheit, Herbert Lindner, will offenbar die Priester sowie die Priester und Laienseelsorger/innen auseinander dividieren. Wir lassen uns nicht instrumentalisieren. Schon gar nicht wollen wir eine primitive Gehalts-Vergleichsdiskussion“. Denn die Besoldung von Priestern und Laien sei schwer vergleichbar und bedarf einer differenzierten Betrachtung.
Lindner nennt keine Namen von Priestern, die der Notwehrgemeinschaft angehören, kündigt aber für den Jahresbeginn 2002 eine Pressekonferenz an. Weder Diözesanbischof Maximilian Aichern noch irgendein anderes Mitglied des Priesterrates, in dem alle 39 Dekanate der Diözese vetreten sind, wissen von dieser Notwehrgemeinschaft und der angeblich geplanten Aktion, so Pfarrer Wimmer. jw