Ausgabe: 2001/49, Gewalt, Pax Christi, Fasten, USA, Afghanistan, Gesellschaft, Soziales
05.12.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
„Wir stellen uns gegen Gewalt“, heißt es im Aufruf des Internationalen Versöhnungsbundes, dem sich Pax Christi anschließt. Vom 12. bis 17. Dezember wird zum gemeinsamen Fasten eingeladen. Die Form des Fastens ist offen gelassen. Es soll aber öffentlich gemacht werden.Die Terroranschläge in den USA, der Krieg in Afghanistan, der Kreislauf der Gewalt zwischen Nord und Süd ... Ereignisse, die uns vor Augen führen, wie sehr wir von Gewalt betroffen sind.
„Wir wollen uns Zeit nehmen und innehalten, um Wege aus der Gewaltspirale zu suchen und zu beschreiten. Wir wollen uns der Hektik der Bilder, der Worte und der Taten wenigstens für eine kurze Zeit entziehen,“ heißt es im Ankündigungstext. Fasten kennen die großen Religionen als Möglichkeit der Selbst-Besinnung, der Läuterung und Befreiung. Als Methode der aktiven Gewaltfreiheit hat das Fasten oft dazu gedient, sich der eigenen Anteile an der Gewalt und der eigenen Mitschuld am Unrecht bewusst zu werden. Fasten wird auch als Zeichen gegen die Gewalt selbst und als befreiende Kraft für Täter und Täterinnen öffentlich eingesetzt.
Information und Koordination: Internationaler Versöhnungsbund, Österreichischer Zweig, Lederergasse 23/3/27, 1080 Wien, Tel und Fax: 01/408 53 32, E-Mail: ivb@vip.at