Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist noch lange nicht Realität. Erfreulicherweise wird die Gesellschaft diesbezüglich aber schon „hellhöriger“: Im Schweizer Kanton Freiburg erhalten nach einem ausgetüftelten Arbeitsbewertungsverfahren nun fast 700 Frauen und 370 Männer einen höheren Lohn. In Deutschland haben Analysen ebenfalls Handlungsbedarf ergeben. Vielfach zeigte sich, dass Belastungen in frauendominierten Tätigkeiten, z. B. in der Pflege, im Einzelhandel oder Gastgewerbe, nicht bewertet und bezahlt werden, wohingegen dieselben Belastungen bei männerdominierten gewerblichen Tätigkeiten sehr wohl berücksichtigt werden. Die Gewerkschaft Metall – Textil hat in Österreich nun ebenfalls ein Projekt gestartet, in dem die Kollektivverträge auf mögliche Diskriminierungen hin analysiert werden.