„Auch wenn wir ihn unterschiedlich nennen – es gibt nur einen Gott“, betonte Bischof Maximilian Aichern bei einer interreligiösen Feier mit Volksschulkindern in Linz.Die Kinder der Volksschule 17 und 18 in der Linzer Zeppelinstraße sind ein buntes Völkchen. Buben und Mädchen aus zwanzig Ländern drücken gemeinsam die Schulbank. Vielfältig sind auch die Religionsgemeinschaften: Rund 100 Kinder bekennen sich zum islamischen Glauben, an die zwanzig gehen in den evangelischen Religionsunterricht, ebenso viele in den orthodoxen. Rund 60 Prozent der Schüler/innen sind katholisch.
Der Besuch von Bischof Maximilian Aichern in den beiden Schulen Kleinmünchens war Anlass für eine besonderes Fest: Auf Initiative von Kaplan Mag. Reinhard Bell bereiteten die Religionslehrer/innen aller Konfessionen eine interreligiöse Feier vor. Eine muslimische Schülerin rezitierte die erste Sure des Koran, die orthodoxen Kinder trugen mit einem Lied bei, die Katholiken lasen aus der Bibel und evangelische Schüler/innen sprachen Fürbitten. „Die einen Kinder sagen Allah, die orthodoxen Schüler Bog, wir sagen Gott – auch wenn wir ihn unterschiedlich nennen: Es ist der eine Gott für uns alle“, so Bischof Aichern in seiner Ansprache: „Und wir alle sind Brüder und Schwestern.“ In drei Sprachen lud der Bischof zum Friedensgruß ein: „Mir Swima! Es Selam Aleicum! Der Friede sei mit euch!“ Ein gemeinsames Lied beschloss die Feier, die Kinder und Erwachsene beeindruckte.