Mit Spannung erwarten Oberösterreichs Sternsinger, wie sich die Währungsumstellung auf das Spendenergebnis auswirkt.
Mehr als 20.000 Kinder werden in den ersten Tagen des neuen Jahres an jede Tür im Bundesland klopfen und die Menschen bitten ihre Geldbörse zu öffnen. Was sie in die Spendenkasse werfen, ist heuer die große Frage. Christoph Malzer, Jungschar der Diözese Linz: „Wir glauben, dass wir von der Währungsumstellung profitieren.“ So könnten viele den Besuch der Sternsinger nutzen, um ihre Geldbörse von den verbliebenen Schillingen zu säubern. Vielleicht verfolgen viele einen doppelten Nutzen: Man erspart sich den Weg zur Bank und tut gleichzeitig Gutes. Was die funkelnden Euro-Münzen und die unzerknitterten Scheine betrifft, ist die Jungschar optimistisch: Das neue Geld wird keine so große Faszination auf die Besitzer ausüben, dass sie sich davon nicht trennen wollen. Für die „Zwanzig-Schilling-Spender“ könnte der Euro sogar ein Anlass sein, ihren Beitrag zu erhöhen und eine Zwei- Euro-Münze in die Kasse der Könige zu werfen – eine Erhöhung um dreißig Prozent wäre die Folge dieses Verhaltens.
Die Suche nach dem „größten“ Euro-Schein
Dass das Zählen des Geldes heuer – einmalig – aufwändiger ist, stellt kein Problem dar. Ganz im Gegenteil: In Pfarren, in denen die Dreikönigs-Kinder die Einnahmen ihres Gebietes zählen und präsentieren dürfen, werden die beiden Währungen eine Herausforderung sein, die die Kids gerne annehmen. Vermutlich wird die Gruppe einer Pfarre, die den größten Euro-Schein in der Kassa findet, besonders laut jubeln.Die Dreikönigsaktion ist heuer erstmals mit einem staatlich anerkannten Garantiezeichen unterwegs: Die Sternsinger sind stolz darauf, unter den ersten Organisationen zu sein, denen das Spendengütesiegel verliehen wurde. Damit wurde das Vertrauen der Österreicher/innen in die Sternsinger offiziell „besiegelt“. Die Dreikönigsaktion wendet nicht einmal 8 Prozent der Spenden für Projektbearbeitung und Werbung auf – ein für die Größe der Organisation äußerst niedriger Wert, der von der Sorgfalt und Professionalität der Aktion zeugt.
Hilfe für Äthiopien
Mit den Spenden aus Oberösterreich wird heuer unter anderem Menschen im Süden Äthiopiens geholfen. In dieser Region ist die Armut allgegenwärtig: verschmutztes Tinkwasser, fehlende medizinische Versorgung. Drei Viertel aller Frauen können nicht lesen und schreiben.