Ausgabe: 2001/51, Bad Ischl, Bad Hall, Handel, Fair gehandelt
18.12.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Die Gemeinde Bad Ischl legt nicht nur ein Lippenbekenntnis zum „fairen Handel“ ab: Die Schulküche kocht bereits mit fair gehandeltem Reis.
Die effekivste Entwicklungshilfe ist der „faire Handel“: die Bezahlung eines gerechten Preises an Produzenten in der „Dritten Welt“. Der „Eine Welt“-Verein von Bad Ischl konnte den Gemeinderat davon überzeugen, dass diese Form der Entwicklungshilfe auch eine Institution leisten kann. Der Stadtrat setzte Einsicht in die Tat um: Die Schulküche verwendet nun Gewürze, Schwarztee und Reis aus dem Sortiment mit dem streng kontrollierten Garantiesiegel „Fair gehandelt“. Die Kommune ist bereit, dafür mehr zu zahlen: Kostet z. B. das Kilogramm Reis im Supermarkt um die 10 Schilling, zahlt man für den Transfair-Reis 31 Schilling. Auch der Greißler packt künftig in die Geschenkskörbe, die er für die Gemeinde zusammenstellt, ein Drittel „fair gehandelte Lebensmittel“. Der „Eine Welt“ Verein liefert die Produkte zum Einkaufspreis zu.
Die Gemeinde Bad Hall überlegt, fair gehandelte Waren in ihr Geschenkssortiment aufzunehmen, etwa Wein und Schokolade.