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Die neue Heimat des P. Gots

Ausgabe: 2001/51, Gots, Ungarn, Altenhof
18.12.2001
- Matthäus Fellinger
Als Gründer des Behindertendorfes Altenhof hat er in Oberösterreich eine Pionierleistung vollbracht. Als Vater der Charismatischen Gemeindeerneuerung in Oberösterreich war er dann bekannt. Seit zehn Jahren verwirklicht er beide Charismen. P. Dr. Anton Gots: Er lebt mit den Armen in Ungarns Osten.

Es ist der äußerste Posten an Ungarns Ostgrenze. Von steigendem Wohlstand und guten Wirtschaftsdaten ist hier noch nichts zu merken. 120.000 Einwohner hat die Stadt Nyíregyhàza. Seit 1996 ist sie Wirkungsstätte des oberösterreichischen Kamillianerpaters Anton Gots. In Oberösterreich hatte er sich als Initiator des Behindertendorfes Altenhof einen Namen gemacht. Später war er einer der „Motoren“ der Charismatischen Erneuerungsbewegung in Oberösterreich.

Für Ostungarn und für die angrenzenden Regionen in der Slowakei und in Rumänien ist P. Gots nicht nur als Geistlicher ein Segen. Seine viele Freunde in Oberösterreich, vor allem in den Kamillianischen Familien, organisierten schon 260 Hilfstransporte. Rund 1.500 Tonnen Hilfsgüter wurden so bisher nach Ostungarn geschickt. Nicht nur die Caritas, sondern auch das Rote Kreuz gibt diese Gaben weiter. An fünf Stellen werden sie an jene verteilt, die sie wirklich brauchen. „In unserer Stadt beträgt die Arbeitslosigkeit 50 Prozent“, erzählt P. Gots bei einem seiner Heimatbesuche. Alle sechs Wochen muss er zu einer Gesundheitskontrolle nach Linz zu den Barmherzigen Schwestern kommen.

Mit dem Auftrag seines Ordens, ein Kloster zu gründen, ist P. Gots 1996 aufgebrochen. Zwei Patres leben jetzt im neuen Kloster, außerdem ein Theologiestudent und drei Kandidaten. Drei Ordensschwestern „tun das Gleiche wie wir, nur dass sie keine Messen lesen“, meint P. Gots. In der Nähe des Kloster soll ein Rehabilitationszentrum errichtet werden. Es steht vor dem Baubeginn. Weil es bisher keine Rehabilitationsmöglichkeiten gab, haben viele Leute etwa nach Unfällen unter schweren Folgeschäden zu leiden. Das soll sich ändern. Die „St.-Kamillius-Stiftung“ wurde dazu gegründet.

Die Menschen werden von der Rettung zur Therapie gebracht. Die „Kamillianischen Familien“ – das sind Gruppen von Laien, die im Sinne der Spiritualität des Ordens leben – unterstützen ihn dabei. Auch in Ungarn hat P. Gots ein solches Netz an Kamillianischen Familien aufgebaut, die zu Zellen christlichen Lebens werden können. Rund 700 Leute sind bis jetzt vom „Kamillius-Bazillus“ angesteckt, wie P. Gots es ausdrückt.Obwohl die Not in Ostungarn selbst groß ist – die Armen helfen noch Ärmeren. So wird in den Kirchen genauso für Menschen in Not, etwa in den ehemaligen Kriegsgebieten Ex-Jugoslawiens, gesammelt.

Das Projekt Reha-Ambulanz Nyíregyhàza des Pater Gots können Sie unterstützen:
Raika Region Hausruck, BLZ 34250, Kto. 32 180 13.
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