Christen und Christinnen bekennen sich zu ihrer Wurzel. Deshalb wurde österreichweit der Tag des Judentums eingeführt. Am 17. Jänner wird er als Auftakt zur ökumenischen Weltgebetswoche gehalten.
Vor den diözesanen Räten hat Bischof Maximilian Aichern die Pfarren besonders eingeladen, den Tag des Judentums wirklich zu begehen. Die Besinnung auf die gemeinsamen Wurzeln der Ein-Gott-Religionen könne zu einem neuen Miteinander der Religionen helfen. Der „Tag des Judentums“ wird erst seit dem Jahr 2000 von den Kirchen in Österreich gemeinsam begangen. Weil alle christlichen Religionen aus dem Judentum kommen, wurde er bewusst vor der ökumenischen Weltgebetswoche angesetzt.Am Tag des Judentums sind die Pfarren eingeladen, einen eigenen Gottesdienst zu feiern oder das Anliegen an einem der nahe liegenden Sonntage zu bedenken.
Am Donnerstag, 17. Jänner, 19.30 Uhr, wird an der Katholisch-Theologischen Hochschule das erst im März 2001 begründete Christlich-Jüdische Komitee Oberösterreich an die Öffentlichkeit treten. Gemeinsam mit der jüdischen Synagoge in Linz sowie mit den christlichen Kirchen werden Vorträge von Superintendent Dr. Helmut Nausner (Wien) und Prof. Dr. Franz Hubmann (Linz) über das Gebet zum Gott der Juden und über jüdische Elemente in der christlichen Liturgie gehalten. Im Anschluss wird in der Synagoge Kantor Richard Ames zu jüdischen Synagogengesängen hinführen.
Mag. Helga Schwarzinger als Vorsitzende des Christlich-Jüdischen Komitees sieht die christlich-jüdische Verständigung als Hauptaufgabe, die allerdings schwierig ist, weil die jüdische Gemeinde in Linz sehr klein ist. Nur rund 30 Adressen umfasst die Gemeinde.