Mittlerweile ist es der dritte Winter, den das tschetschenische Volk im Krieg durchlebt. Ausgerechnet zum russisch-orthodoxen Weihnachtsfest am 6. Jänner haben Wladimir Putins Mannen neue „Spezialoperationen“ gestartet. Nur: seit dem 11. September ist der Waffengang im Nordkaukasus weltpolitisch quasi rehabilitiert. Letztendlich wird er als Moskaus Part im „Krieg gegen den Terror“ vom Westen geduldet. Dass auch dieser Krieg vor allem Frauen und Kinder zu Opfern macht und Hunderttausende in die Flucht treibt, ist zwar Realität, kümmert aber kaum. Wie „unpopulär“ bei uns der Krieg in Tschetschenien ist, zeigt auch die Hilfsbereitschaft: Die Caritas Österreich musste ihr mutiges Projekt in Grosny einstellen, weil kein Geld mehr für die Überlebenden in den Bombenruinen vorhanden war.